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Bilder aus dem BereichChronische venöse Insuffizienz
Postthrombotisches Syndrom nach deszendierender Beinvenenthrombose bei 21-jähriger Patientin. Gutachterliche Kasuistik 1 Jahr nach fälschlicher Unterbindung der V. femoralis communis im Rahmen einer Varizenoperation. Derselbe Krankheitsfall wie "Bild-Archiv – Thrombose – Abb. 3". Postthrombotische Umbildung der gedoppelten V. femoralis superficialis. Hauptsächlicher Kollateralkreislauf über die distale Femoralis-Anastomose und die V. profunda femoris, deren Klappen aber ebenfalls zerstört sind. Das spricht für den deszendierenden Verlauf der Thrombose ebenso wie das Positionszeichen. Für die Erstellung des Gutachtens ist neben der Sonographie die phlebographische Dokumentation wichtig. Im vorliegenden Fall ergab sie die Erkenntnis, dass trotz guter hämodynamischer Bedingungen eine erhebliche Beeinträchtigung der Patientin mit ungünstiger Prognose vorliegt. Die Einschaltung der ovariellen und uterinen Venenplexus in den Kollateralkreislauf bedeutet für eine junge Frau bei Schwangerschaften, Hormonbehandlungen und gynäkologischen Operationen eine wesentlich erhöhte Risikobereitschaft. Außerdem muss im Laufe des Lebens mit ästhetischen Störungen durch Bauchwandvarizen gerechnet werden.
Verschluß der V. femoralis communis und der V. iliaca externa. Ausbildung kräftiger, dünnwandiger Kollateralgefäße, die leicht zur sekundären varikösen Degeneration neigen.
Direkter Übergang der Kollateralen aus der Leiste in die V. iliaca interna. Die venösen Plexus der Beckenorgane enthalten normalerweise keine Venenklappen. Deshalb intensive Darstellung des Plexus ovaricus mit varikösen Veränderungen.
Arthrogenes Stauungssyndrom des rechten Beins bei einer 55-jährigen Patientin. Als Grundkrankheit besteht ein postthrombotisches Syndrom. Durch die initiale Ulzeration kam es zur Ausbildung eines fixierten Spitzfußes. Rekurvation im Kniegelenk. Kompletter Ausfall der peripheren Venenpumpen. Schwere dynamische venöse Hypertonie, Atrophie der Wadenmuskulatur. „Unheilbares“ Ulcus cruris. Indikation zur Homans´schen Operation mit Resektion der Fascia cruris. Die Motilität der grossen Gelenke der unteren Extremität hat auf den Verlauf der Venenkrankheit eine entscheidende Auswirkung. Aber auch die Coxarthrose, die Gonarthrose und der fixierte Spitzfuss allein führen zu schweren funktionellen Durchblutungsstörungen mit chronischer venöser Insuffizienz.
[Abb. oben & unten] Chronisches venöses Stauungssyndrom bei einem 75-jährigen Mann. Insuffizienz der Trikuspidalklappe mit 10-jähriger Anamnese. Positiver Venenpuls im Jugular-Bereich. an den Lebervenen sowie an den tiefen Leitvenen der Beine. [Abb. oben] Klinisches Bild. Keine primäre Erkrankung der Venen selbst. Venöse dynamische Hypertonie.
Duplexsonographie über der V. poplitea mit Venenpuls. Die Rechtsherz-Insuffizienz bewirkt eine antegrade venöse Strömungsinsuffzienz, ohne dass am Venensystem selbst morphologische Veränderungen vorliegen.
Chronische venöse Insuffizienz im Stadium III nach Hach bei einem 65-jährigen Patienten. infolge eines postthrombotischen Syndroms. Anamnese seit 30 Jahren. Sekundäres Lymphödem, Pseudopapillomatosis und Ceratosis cutis mit ekzematösen und entzündlichen Veränderungen. Dermatolipofasciosclerosis regionalis. Das zentrale pathogenetische Prinzip der chronischen venösen Insuffizienz ist die dynamische venöse Hypertonie. Darunter wird verstanden, dass der periphere Venendruck durch die Arbeit der Venenpumpen nicht mehr oder nicht in genügendem Ausmass absinkt. Die lokalen Folgen an Cutis, Subcutis und Faszien verstärken sich gegenseitig im Sinne des Circulus vitiosus.
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