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Publikation: Hach W, Hach V (2000) Richard von Volkmann und die Chirurgie an der Friedrichs-Universität in Halle von 1867 bis 1889. Zbl Chir 126:822-7
 

Aus dem Venenzentrum Frankfurt am Main (Prof. Dr. med. Wolfgang Hach)(1) und der Tierärztlichen Klinik für Kleintiere Frankfurt am Main (Unfall- und Orthopädische Chirurgie – Leitender Tierarzt Dr. med. vet. Volker Hach) (2)

Richard von Volkmann und die Chirurgie an der Friedrichs-Universität in Halle von 1867 bis 1889

Wolfgang Hach und Volker Hach


Richard von Volkmann (1830-1889) wurde schon im 37. Lebensjahr zum Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Halle ernannt. Nach der Heimkehr aus dem Krieg 1870/71 sah er in seiner Klinik das Wundfieber wüten. Er wurde ein konsequenter Verfechter der Lister´schen antiseptischen Methode.


In der aufstrebenden Industriestadt Halle gab es viele und schwerste Unfälle. Die akuten und chronischen Gelenkentzündungen führten zu extremen Verunstaltungen. Durch die Erfindung der großen rekonstruktiven Operationen konnte von Volkmann beachtliche Erfolge erzielen. Er war der Begründer der traumatologischen und orthopädischen Chirurgie

Die Tuberkulose galt seinerzeit als die häufigste Todesursache. Durch die operative Medizin gelang es, bestimmte Formen der Krankheit zu heilen. Die tuberkulöse Coxitis und Gonarthritis gehörten zu den häufigsten Indikationen der orthopädischen Chirurgie. Bei der Spondylitis tuberculosa setzte von Volkmann seine Distraktionsmethode ein.

Viele Begriffe aus der ärztlichen Praxis gehen auf Richard von Volkmann zurück. Er hat das Volkmann´sche Dreieck, die ischämischen Muskelkontrakturen und das Resorptionfieber beschrieben. Die Operationstechnik wurde von ihm um eine Reihe neuer Methoden und die Wunddrainage bereichert. Mit seinem Namen sind die Volkmann´sche Schiene, der Volkmann´sche Scharfe Löffel und andere Erfindungen verbunden.

Richard von Volkmann war Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie.

In seinem Lebenswerk spielten die berühmten Träumereien an französischen Kaminen, eine Märchensammlung für seine Kinder, eine wichtige Rolle.
 



Richard von Volkmann (1830-1889)
Chirurg an der Friedrichs-Universität Halle
Richard von Volkmann gehörte zu den großen Persönlichkeiten der deutschen Chirurgie. Er wurde 1830 in Leipzig geboren und verstarb 1889 an einer Lähmung. Sein Vater Alfred Wilhelm Volkmann war ein berühmter Physiologe und Anatom an der der Universität Halle (2, 35).

Die Chirurgische Universitätsklinik in Halle
Die Friedrichs-Universität Halle wurde 1690 durch den Kurfürsten von Brandenburg, den späteren König Friedrich I. gegründet. Die ersten Inhaber der chirurgischen Lehrkanzel konnten sich zwar renommieren, sie folgten aber alle dem Ruf nach Berlin. Der Vorgänger und Lehrer von Richard von Volkmann, Ernst Blasius (1802-1875), war ein anerkannter Arzt und hat während seiner Amtszeit (1834-1867) die Zahl der chirurgischen Krankenbetten von 15 auf 30 erhöhen können (2).

Richard von Volkmann trat 1855, also in seinem 25. Lebensjahr in die Klinik von Blasius ein. Schon 2 Jahre später habilitierte er sich und nahm ab 1867 das Amt des Direktors der Chirurgischen Universitätsklinik ein. Er war 37 Jahre alt.
Geheimer Medizinalrat Prof. Dr. Richard von Volkmann als Generalarzt beim IV. Armeekorps im Kriege 1870/71. Aufgenommen in Sedan. September 1870. Mit freundlicher Genehmigung des Stadtarchivs Halle.
Alte Chirurgische Universitätsklinik Halle (rechts neben dem Dom) in der Mitte des 19. Jahrhunderts unter der Leitung von Ernst Blasius und Richard von Volkmann. Die chirurgische Abteilung befand sich im Erdgeschoß, die Medizinische Klinik in der ersten Etage. Mit freundlicher Genehmigung des Stadtarchivs Halle.


In dem Bericht über die Thätigkeit der Chirurgischen Universitätsklinik zu Halle findet sich eine ausführlich Darstellung der Verhältnisse des Jahres 1873. Insgesamt wurden 3351 Patienten behandelt, davon 1873 stationär und 2799 ambulant. Es gab nur nothgedrungen Raum zur Aufstellung von einigen 50 Betten. Obwohl daher fast immer alle Lagerstellen belegt sind, so dass einzelne Kranke oft Tage lang auf ein freiwerdendes Bett warten müssen, oft genug selbst mein Directorialzimmer dazu benutzt wird, um in ihm ein Bett aufzuschlagen, so können doch eine große Zahl von Kranken, die ausschliesslich auf unsere Hülfe angewiesen sind, theils überhaupt nicht, theils nur vorübergehend Aufnahme finden und müssen zum Verband in die Klinik kommen oder in ihren Privatwohnungen von den Assistenzärzten behandelt werden. Doch hebe ich um Missverständnissen vorzubeugen hervor, dass sämtliche Operationen mit der Ausnahme von zweien oder dreien in der Klinik selbst ausgeführt sind. Von den 552 stationär gepflegten Kranken sind 51 gestorben, also 9.23% (20).

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert war Halle eine aufstrebende Industriestadt mit großen Fabrikanlagen und einem dichtem Eisenbahnnetz. Es kamen noch ein umfangreicher Bergbau und die Agrarwirtschaft hinzu. Deshalb gelangten ungewöhnlich viele und schwere Unfälle zur operativen Behandlung in die Universitätsklinik (20). Im Jahre 1879 wurde ein Neubau der Universitätsklinik mit. insgesamt 160 Betten fertiggestellt, und die Chirurgie erhielt 50 Betten.

Sepsis und Pyämie
Von Volkmann nahm an den Kriegen 1866 und 1870/71 teil und eignete sich eine große Erfahrung in der Kriegschirurgie an. Als er aus dem letzten Feldzug heimkehrte, wütete das Wundfieber in seiner Klinik.

Am 10.April 1872 fand die erste Sitzung der neu gegründeten Deutschen Gesellschaft für Chirurgie statt, und von Volkmann hielt den einleitenden Vortrag Zur vergleichenden Mortalitäts-Statistik analoger Kriegs- und Friedensverletzungen. Es hatte sich überraschend gezeigt, daß die Schußfrakuren des Unterschenkels im Krieg mit 23,6% eine geringere Mortalität aufwiesen als die zivilen komplizierten Unterschenkelfrakturen mit 38,5% (18). Als Todesursache kamen fast immer die Pyämie und die Sepsis in Betracht.

Im Jahre 1867 hatte Lister in Dublin die erfolgreiche Anwendung des Karbolverbandes veröffentlicht. Von Volkmann spürte die Methode nur wenige Monate nach seinem Berliner Vortrag in der Literatur auf und wandte sie zunächst ohne Modifikation über eine längere Zeit in seiner Klinik an.

Über diese Zeit vor der Antisepsis schrieb Richard von Volkmann später (22): Die Mortalität bei grösseren Amputationen und bei complizierten Fracturen nahm von Jahr zu Jahr zu. Im Sommer 1871, nachdem die Klinik während meiner Abwesenheit auf dem Kriegsschauplatz acht Monate hindurch mit einer Masse von Verwundeten vollgepfropft gewesen war, so wie im Winter 1871 auf 72, war die Zahl der Opfer, welche Pyämie und Erysipele forderten, eine so grosse, dass ich nahe daran war, die vorübergehende Schliessung der Anstalt zu beantragen. Der Platz, auf dem die Klinik steht – geradezu unter dem hohen Dach der Domkirche – ist so ungünstig wie denkbar. Besondere Ventilationsvorrichtungen fehlen ganz. Zwischen je zwei der glücklicherweise kleinen, nur 2-6 Betten umfassenden Zimmer ist je ein Closet eingefügt, welches in die beide betreffenden Zimmer hineinmündet. Ueber den parterre gelegenen Räumen der chirurgischen Station befindet sich im ersten Stock die medicinische (innere) Abtheilung. Ein Leichenhaus fehlte bis vor einem halben Jahre, seit welcher Zeit erst die Gestorbenen in das pathologische Institut geschafft werden können, ganz, vielmehr blieben die Leichen auch im Sommer bis zu ihrer Beerdigung im Souterrain unmittelbar unter den Krankenzimmern der chirurgischen Klinik liegen. Dies also sind die Verhältnisse, unter denen ich Ende November 1872, in der bestimmten Überzeugung, dass es sich um ein nur wenige Wochen dauerndes vergebliches Experiment handeln werde, und lediglich von dem Gesichtspunkte einer lästigen, aber unabweislichen Pflichterfüllung aus an die Prüfung der neuesten Lister´schen Methode ging.

Der Erfolg des Lister´schen Verfahrens war sensationell. Auf dem 3. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie am 16. April 1874 hielt Richard von Volkmann seinen berühmten Vortrag Ueber den antiseptischen Occlusivverband und seinen Einfluß auf den Heilungsprocess der Wunden. Er sah sich aber außerstande, eine Theorie des Lister´schen Verbandes zu liefern; sie hängt selbstverständlich mit der gegenwärtig alle Gemüther erregenden Bacterienfrage zusammen (22). Lister stattete im Juni 1875 den Universitätskliniken Leipzig und Halle einen Besuch ab und überzeugte sich von der strengen Anwendung des antiseptic treatment (8). Die Termini der aseptischen und gelisterten Wunde gehen auf von Volkmann zurück (22).

Es gab zwei Methoden der Wundbehandlung, die offene und die antiseptische (4, 7). Seit eh und je war die offene Wundbehandlung üblich. Der Chirurg hat sich an den ekelhaften, faden Jauchegeruch der ersten Tage und an den eigenthümlichen, bald mehr süsslichen, bald mehr käsigen Geruch des Eiters gewöhnt. Der Zersetzungsprozess begann mit dem so charakteristischen Grau-, Braun- oder Schwarzfleckigwerden des der Wunde aufliegenden >protective silk< Stoffes (22). Der Patient hatte heftige Schmerzen. Er mußte täglich ein- bis zweimal umgebettet werden, da sich die Bettwäsche immer wieder schnell mit dem starken Wundsekret vollgesogen hat. Die Wunden wurden mit einer 8%igen Chlorzink-Lösung ausgespült und nur mit einem Leinentuch zum Schutz gegen die Fliegen abgedeckt. In der Volkmannn´schen Klinik galt vor Einführung der Antisepsis noch die Empfehlung, an den unteren Wundlappen einen Pflasterstreifen anzukleben und in einen Topf unter dem Bett einzuhängen. So konnte das Sekret wie in einer Rinne abfließen. Der Topf war zur Hälfte mit Chlorwasser, Essigsaurer Tonerde und Carbollösung gefüllt (7).

Die neue geschlossene antiseptische Wundversorgung bot gegenüber der offenen entscheidende Vorteile. Die Heilung verlief schneller und schmerzarm, die verjauchenden, übelriechenden Wunden und die hochfiebernden Krankheitsverläufe wurden nicht mehr beobachtet. Die Verbandswechsel ließen sich in mehrtägigen Abständen vornehmen. Die Behandlung begann schon mit der Operation. Die Haut des Patienten, die Hände der Operateure, alle Instrumente, Schwämme und Verbandsstoffe wurden mit 5%iger Carbollösung desinfiziert. Für den kontinuierlichen Spray in die Operationswunde standen eine 2%ige Lösung bei Luftversprühung und die 4%ige Lösung bei Verwendung von Wasserdampf zur Verfügung. Lister fügte zwischen große Hautlappen oder in Wundhöhlen carbolosirte Schwämme, Ballen in Carbolsäurelösung getauchter Wundwatte, oder endlich aus zusammengefalteter Lister´scher Gaze gefertigter Compressen ein und legte dann einen Compressivverband an (22). Von Volkmann führte zur Drainage der Wunde zahlreiche 3-4 cm lange Röhrchen aus Kautschuk ein, die im Niveau der Haut abgeschnitten wurden. Auf die Wundnaht verzichtete man in der Regel. Frische Wunden wurden vor dem ersten Verbande reichlich mit 3-5procentiger Carbolsäurelösung ausgespült und die Flüssigkeit mit den Fingern in die Wundrecessus und Gewebsinterstitien hineingerieben. Der Verbandswechsel erfolgte immer unter dem Schutz von einem oder zwei Carbol-Zerstäubungsapparaten. Der Okklusivverband wurde durch Lagen von protective silk (Seide mit sehr feinem Wachs-Taffet), carbolisirter Lister´scher Gaze in 7 Schichten und Guttaperchapapier (eingetrockneter Milchsaft von Palquium- und Payena-Arten) sowie Binden luftdicht angelegt. Nur in den ersten 3 Tagen waren täglich zwei Verbandswechsel nötig, danach dann nicht mehr so oft. Nach Lister sollte die Wunde bis zu den Verbandswechseln nach 1 und 3 Tagen to be let alone.

Trotz der großen Behandlungserfolge mußte von Volkmann feststellen: Die Methode selbst lässt noch viel zu wünschen übrig. Die stärkeren Carbolsäurelösungen und dem Nebel der Zerstäubungsapparate lange exponirten Hände erstarren und werden förmlich anästhetisch. Hinzu kommt die Gefahr der Carbolsäureintoxikation für den Kranken. Sie ist vielleicht grösser, als von vielen Seiten angenommen wird, und höchst wahrscheinlich haben wir einen Kranken an ihren Folgen verloren.(22)

Dem Einfluß Richard von Volkmanns ist es zu verdanken, daß sich die Antisepsis trotz mancher Widerstände (4, 12, 23) schnell in den Operationssälen der deutschen Krankenhäuser durchgesetzt hat. Deshalb wurde er auch 1885 von Kaiser Wilhelm I. in den Adelsstand erhoben (2). Besonders eindrückliche Ergebnisse brachte das Carbol-Verfahren bei der Behandlung von komplizierten Frakturen. Richard von Volkmann berichtete 1878 darüber. Innerhalb 4 Jahren wurden 75 derartige Verletzungen bei 73 Patienten beobachtet, und keiner ist mehr gestorben (24); sie sind sammt und sonders geheilt worden, obgleich bei 8 Kranken noch die sekundäre Amputation notwendig geworden war.

Die offenen Knochenbrüche gehörten noch bis vor wenigen Jahren zu den lebensgefährlichsten Verletzungen. Acute Septicämie und Pyämie rafften, zumal in den Krankenhäusern, eine grosse Zahl der Kranken dahin. Und besonders in den deutschen und französischen Spitälern waren die Verluste erschreckend gross...In dem einfachsten Falle von Durchstechungsfraktur, wo also nur ein spitzes Fragment die Haut mit einer kleinen, scharf geschnittenen Wunde durchbohrt hatte, das jedoch unmittelbar nach der Verletzung wieder zurücktrat oder reponiert wurde, wo keine Splitterung der Knochen, keine Quetschung der Weichteile stattgefunden, konnte kein Chirurg, wie erfahren er auch sein mochte, und wie sehr er sich auch praktische Routine in der Behandlung dieser Verletzungen erworben, vorhersagen, ob er dem Kranken das Leben erhalten werde oder nicht (24).

Max Schede, der aus der Volkmann´schen Klinik stammte, hat die Problematik der Pyämie in seinem Handbuchartikel dramatisch dargestellt (7). Da wir wissen, dass die acute Pyämie eine so gut wie absolut tödtliche Krankheit ist, so kann a priori nichts näher liegen, als überall wo es möglich ist, durch die Amputation den Infectionsheerd total zu beseitigen, so bald die Diagnose der Pyämie gesichert erscheint. Dann ist es aber schon zu spät, so dass auch die Amputation keine Hülfe mehr bringen kann.

Trotzdem darf sich der Chirurg seiner Verpflichtung zur Operation nicht entziehen. Sind mehrere Schüttelfröste dagewesen, treten Icterus, profuse Schweisse, starke und rasche Schwankungen der Körpertemperatur, Verfall der Gesichtszüge auf, ist keine Zeit mehr zu verlieren. Es können Stunden und selbst Minuten hier verhängnisvoll sein. Erstmals in der Geschichte der Menschheit und der Medizin konnte jetzt die Entstehung der Pyämie mit ihrem fatalen Krankheitsverlauf durch die Antisepsis verhindert werden.

Traumatologische und orthopädische Chirurgie
Von Volkmann widmete sich hauptsächlich der Unfallchirurgie und der rekonstruktiven Chirurgie der Extremitäten (5). Aus dieser Tätigkeit resultieren 96 Publikationen, darunter mehrere Monographien und Handbuchbeiträge (3). Er begründete mit seiner Schule diese Fachrichtung für Europa. Im Handbuch der allgemeinen und speciellen Chirurgie von Pitha und Billroth 1882 wurden die drei entsprechenden Kapitel durch die Wissenschaftler der Hallenser Universitätsklinik bearbeitet, durch von Volkmann (30), Lossen (6) und Schede (7).

Im Jahre 1874 wurde das Centralblatt für Chirurgie begründet, und zur Premiere befaßte sich von Volkmann mit der Osteotomia subtrochanterica bei schweren Flexions- und Adduktionsankylosen des Hüftgelenks. Er berichtete über 2 Kasuistiken (19); bis 1880 hatte er die anspruchsvolle Operation bereits an 12 Patienten vorgenommen. Obgleich die Ankylose bestehen blieb, konnten die Betroffenen nach Beseitigung der Deformität beim Gehen wieder ihr Bein einsetzen (26). Zur Vermessung des Hüftgelenks konstruierte er sein Coxankylometer (14).

Eine sehr eindrucksvolle Kasuistik veröffentlicht Richard von Volkmann im Jahre 1885 (34). Der 22 Jahre alte Sekretär Wilhelm Dannenberg aus Ziesar hatte nach einem schweren Gelenkrheumatismus vielfache Rückfälle erlitten, und es waren zuletzt Synostosen beider Hüftgelenke, beider Kniegelenke und beider Fußgelenke entstanden. Die Hüftgelenke standen rechtwinklig, die Kniegelenke fast spitzwinklig flektirt; die Füße in starker Equinusstellung, der eine gleichzeitig stark pronirt (Valgus), der andere stark supinirt (Varus). Außerdem waren die Zehen noch schwer deformirt, kontrahirt, wie über und durch einander geworfen, so dass eine Verkrüppelung äußersten Grades vorlag. Der sehr große, herkulisch gebaute Mensch, mit ungewöhnlich massiven Knochen, lag seit mehr als fünf Jahren im Bett, konnte weder gehen noch sitzen, noch selbst auf dem Rücken liegen, sich nicht einmal im Bett umwenden und war völlig hilflos. Durch fünf große, blutige Operationen und zwei Osteoklasen wurde er allmählich so weit gebracht, dass er seine Selbständigkeit wieder erlangte. Volkmann schrieb weiter: Die hier zur Beseitigung der Hüftgelenkskontrakturen in Anwendung gebrachten Operationen, die Osteotomie und die Meißelresektion mit Wiederherstellung der Pfanne, sind, wie ich annehmen darf, von keinem anderen Chirurgen so häufig ausgeführt worden, als von mir, nämlich 29mal, der zahlreichen Fälle nicht zu gedenken, wo ich, bei mehr oder minder beweglichem Kopf aus rein orthopädischen Rücksichten, die Hüftgelenksresektion in der gewöhnlichen Weise vorgenommen habe. Sämtliche Kranke wurden geheilt, keiner kam auch nur vorübergehend in Lebensgefahr.

Knochen- und Gelenktuberkulose
Bei entzündlichen Gelenkkrankheiten wandte von Volkmann seine Distractionsmethode mit Gewichten an (später Extension genannt), die sich als überaus segensreich erweisen sollte (17). Sie führte innerhalb weniger Tage zur Schmerzfreiheit und im Laufe von Wochen und Monaten zur Ausheilung der Krankheit. Dabei haben sich auch die Fehlstellungen mit ausgeglichen.
Distraktionsbett zur Behandlung der Hüftgelenkskontraktur. Volkmann R (1868) Ueber die Behandlung von Gelenkentzündungen mit Gewichten. Berliner Klin
Wochenschr 5:85. Man muss allmählig das Becken erheben, wodurch der Kranke gezwungen wird, die lordotische Einbiegung der Wirbelsäule aufzugeben. Ein sehr kleiner tischartiger Apparat wird unter das Bett des Kranken geschoben und die Platte allmählig in die Höhe gestellt.


Es kam darauf an, durch permanenten Zug und Gegenzug den Druck, den die entzündeten Gelenkenden auf einander ausüben, zu verringern oder ganz aufzuheben. Insbesondere hat sich die Distraktion bei der Coxitis und bei der Spondylitis tuberculosa bewährt. Die über eine Rolle laufende Schnur wurde am Körper mit Hülfe grosser Heftpflaster-Ansae, die einfach durch Kleben haften, erreicht.

Eines der größten Probleme des 19 Jahrhundertes in medizinischer wie in sozialer Hinsicht war die Tuberkulose. Die Krankheit verlief fast regelmäßig mit tödtlichen Ausgang. Die Knochentuberkulose führte zu schweren Deformierungen des Skelettsystems. Eine besondere Rolle spielte die Spondylarthrocace dorsalis, die Tuberkulose der Wirbelsäule bei Kindern.

Richard von Volkmann hat sich mit der Problematik eingehend befaßt und erstmals Wege zur Behandlung aufgezeigt (17). Sobald nämlich die Entzündung und Eiterung von irgend einer Stelle her einen Intervertebralknorpel erreicht hat, schreitet der Process rasch in dem zumal bei Kindern sehr wenig resistenten Gewebe vorwärts. Die Wirbelsäule knickt daher in Folge der Belastung nach vorn zusammen und es bildet sich der scharf winklige Gibbus. Bei sechs Fällen von relativ kurz aufgetretenem Pott´schen Buckel hatte viermal die 2-6monatliche Gewichtsbehandlung einen entschieden günstigen Einfluß. In dem einen Falle schien es sogar, als wenn in etwa acht Wochen die vollständige Ausheilung erreicht worden sei.

Die Tuberkulose der großen Extremitätengelenke muß insbesondere bei Kindern sehr verbreitet gewesen sein, und von Volkmann ersann die Ansätze einer operativen Behandlung. Zum 14. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie 1885 legte er seine Monographie Chirurgische Erfahrungen über die Tuberkulose vor (32). Obgleich die Infektionstheorie schon bekannt war, sagte Volkmann, dass der Chirurg jetzt fast mehr mit dieser Krankheit zu thun hat, als der innere Arzt.

Viele unserer Operationen sind ja bei dem gegenwärtigen (hohen) Stande unseres Könnens und Dürfens geradezu als Autopsien in vivo zu betrachten. Wir entfernen das tuberculös erkrankte Gewebe, oder selbst das ganze Organ. Wir sind in der Lage physikalisch, chemisch und thermisch wirkende Agentien – Heilmittel aller Art – direct auf die tuberculös erkrankten Gewebe zu applicieren. Eine grosse Zahl von Fragen , welche eine der wichtigsten Erkrankungen der Menschheit betreffen, wird daher in der nächsten Zeit vorwiegend von den Chirurgen gelöst werden müssen (32).

Die tuberkulöse Coxitis galt als die wichtigste Indikation zur Resektion des Hüftgelenks. Die Krankheit kam am häufigsten zwischen dem 5. bis 10. Lebensjahr vor (13). Meistens ging die Infektion von einem primären Herd im Knochen aus, der dann in das Gelenk durchbrach und eine tuberkulöse Panarthritis verursachte. Es ließen sich die miliare, die fungöse und die fibröse Form unterscheiden. Das Kind wurde bettlägerig. Die Krankheit führte zu schweren Flexions- und Adduktorenkontrakturen, zur Verkürzung des Beins infolge Wachstumshemmung und zur Wanderung der Hüftgelenkspfanne. Richard von Volkmann empfahl die Resektion des Hüftgelenks im oder unter dem Trochanter major (26).

Die Zurücklassung der schwer erkrankten „fungösen“ Gelenkkapsel, die einfache Decapitation des Hüftgelenk- oder Schulterkopfes, wie sie früher geübt wurde, ohne vollständige und sehr genaue Ausräumung der Pfanne sind zu verwerfen (32). Für diese Eingriffe erfand von Volkmann den Scharfen Löffel. Offenbar spielten die Rezidive mit tuberkulösen Wundinfektionen eine große Rolle und erforderten eine aufwendige chirurgische Therapie. Aber es gab noch eine andere Gefahr: Es scheint, als wenn die Operation einer Gelenk- oder besonders einer Knochentuberculose, in Folge des Eintritts des tuberculösen Virus in die eröffneten Blutbahnen, zuweilen die Entstehung einer acuten miliaren (meist mit Basilarmeningitis verlaufenden) Allgemeintuberculose veranlasse.

Bei der recht häufigen Kniegelenkstuberkulose reichte oft schon die Arthrectomia synovialis, die totale Entfernung aller nicht-ossären Strukturen aus. Anschließend kam es zur Versteifung des Kniegelenks. Bei fortgeschrittener Erkrankung mußte die Resection des Gelenks mit gleichzeitiger Exstirpation der Gelenkkapsel vorgenommen werden (33).
Operationspräparat nach beidseitigen Kniegelenksresektionen aus der Langenbeck´schen Klinik in Berlin. 4-jähriges Kind mit starker Anämie, hohem Fieber und starken Schmerzen. Bei der Operation 4 Unzen grünlichen stinkenden Eiters entleert. Es ging Alles vortrefflich, bis endlich Ascites und Ergüsse in Pleura und Pericardium dem Leben ein Ende machten. Es fand sich ein enormer Wirbelabscess und frische Tuberculose der Lungen (9)

Die Vorbereitungen zu der Operation waren aufwendig. Bei Kontrakturen erfolgten erst einmal die Gewichtsextension oder die manuelle Reduktion in Narkose und feste Verbände; größere Abscesse wurden zuvor breit gespalten, sorgfältig ausgelöffelt, wieder genau vernäht und bis auf eine Drainageöffnung oder auch ganz prima intentione geheilt; bei jauchenden Gelenken die fungösen Massen aus den Fisteln und den Hautunterminierungen herausgeschabt, und durch streng antiseptische Behandlung mit Karbol, Sublimat oder Jodoform ein aseptischer oder nahezu aseptischer Zustand hergestellt. Als Zugang wählte von Volkmann die quere Durchsägung der Patella. Meistens waren Kinder und Jugendliche betroffen. Bei einer intraoperativen Schädigung der Epiphysen kam es zu schweren Wachstumsstörungen.

Richard von Volkmann hat 12 Fälle von Tuberkulose der Schädelknochen beobachtet (27). Anfangs wurde der kalte Abszess nur gespalten, und es entwickelten sich Fistelungen und Verkäsungen. Bei 4 Patienten erfolgte dann die Trepanation mit Resektion von bis zu markstückgroßen Knochenanteilen. Damit konnte eine Abheilung erreicht werden.

Entdeckungen und Erfindungen in der Orthopädie
Bei komplizierten und infizierten Frakturen mit Gelenkbeteiligung wurde die Resektion des Gelenks vorgenommen. Aus einem derartigen Eingriff stammen die Begriffe des vorderen und des hinteren Volkmann´schen Dreiecks (10, 20).

Von Volkmann geprägte den Begriff der Belastungsdeformität. Er erkannte im Knochen ein lebendes, sensibles Gewebe, das auf die verschiedenen äußeren Einflüsse reagiert (15, 16). Er war ein Verfechter der Verbandstherapie; von den komplizierten Apparaten der damaligen orthopädistischen Institute, von Massagen oder Heilgymnastik hielt er nicht viel (5, 30).

Die ischämischen Muskellähmungen und Contracturen sind heute mit dem Namen Richard von Volkmanns verbunden. Nach der aktuellen Nomenklatur handelt es sich um die Folgen von Kompartment-Syndromen. In der Veröffentlichung des Jahres 1875 wurde die Bezeichnung entzündliche oder cicatrielle Contractur gebraucht (29). Ein Hinweis auf die Krankheit ist schon 1865 im von-Pitha-Billroth´schen Handbuch enthalten (21).

Richard von Volkmann hat das Thema der ischämischen Contracturen 1881 noch einmal ausführlich abgehandelt (29). Die Lähmungen entstehen durch zu lange fortgesetzte Absperrung des arteriellen Blutes. Die eintretende Kontraktur ist zunächst einfach als Todtenstarre aufzufassen, und (es) zeigen die gelähmten und kontrakten Glieder stets dieselben Stellungen, die wir an todtenstarren Extremitäten finden. Sie kommen außer nach Anlegung zu fester Verbände und zu lange fortgesetzter Esmarch´scher Konstriktion der Glieder auch nach Unterbindungen, Zerreißungen und Kontusionen großer Gefäße, vielleicht auch nach längerer Einwirkung stärkerer Kältegrade vor.

Allgemeine Chirurgie
In der Hallenser Universitätsklinik mußte das gesamte Spektrum der Chirurgie zur Versorgung der Bevölkerung bewältigt werden (20). Die Ergebnisse der Krebschirurgie gelangten in mehreren Arbeiten zur Veröffentlichung. Es wurden 3 Fälle eines tiefen branchiogenen Halscarcinoms beobachtet (31). Von 1874 bis 1878 sind 131 Frauen mit Brustkrebs und dazu etwa 70 Rezidive operiert worden (10). Schon 1878 hat von Volkmann die Exstirpatio recti beim Mastdarmkrebs eingeführt (25). In 8 Jahren wurden an der Klinik 35 000 Kranke behandelt und etwa 3 000 größere Operationen durchgeführt. Kein einziger Patient ist mehr an der Pyämie gestorben (28).

Von Volkmann ersann eine Reihe bedeutender Erfindungen. Auf ihn geht die Drainage der Wunden zurück. Er hat das Volkmann´sche Bänkchen für die Hüftverbände, den Volkmann´schen Sitz zum Ausgleich der Skoliose, das Volkmann´sche Gehbänkchen zum Ersatz von Krücken und die Volkmann´sche Schiene eingeführt. Auch der Scharfe Löffel ist mit seinem Namen verbunden (32). In frühen histologischen Arbeiten hat er die Volkmann´schen Kanälchen bei der Caries und der Entzündung des Knochen beschrieben (14, 15). Der Begriff des aseptischen Wundfiebers (Resorptionsfieber) entstammt ebenfalls der Volkmann´schen Erfahrung (1).
Hohlschiene aus Blech. Volkmann R (1878) Die Behandlung der complizierten Fracturen. Sammlung Klinischer Vorträge. Bd II, Nr 117,118, S 973. An der unteren Extremität benutze ich zu den ersten Verbänden für Fuss- und Kniegelenksverletzungen, Fuss- und Kniegelenksresectionen, und ebenso für alle Fracturen des Unterschenkels, sowie des unteren Drittels des Oberschenkels, die von mir bereits seit langer Zeit empfohlenen und auch im Felde vielbenutzten Blechrinnen.


Chirurgen aus der Volkmann´schen Schule
Aus der Universität Halle stammt eine Reihe berühmt gewordener Chirurgen, von denen hier nur Fedor Krause (1857-1937, Berlin), Max Schede (1844-1902, Hamburg und Bonn), Herrmann Lossen (geb 1842, Heidelberg) und Paul Kraske (1851-1930, Freiburg) genannt werden sollen. Die Lokalanästhesie gelangte in Halle zum Durchbruch, als Heinrich Braun (1862-1934, Zwickau) den Zusatz von Adrenalin empfahl und Maximilian Oberst (1849-1925, Knappschaftskrankenhaus in Halle) die Leitungsanästhesie an den Fingern beschrieb (2).

Berufspolitische und private Aktivitäten
Zusammen mit Bernhard von Langenbeck (1810-1887) in Berlin und Gustav Simon (1824-1876) in Heidelberg gründete Richard von Volkmann am 10. April 1872 die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. Er war zeitlebens ihr Schriftführer und in den Jahren 1886 und 1887 auch ihr Präsident. Als Cassenführer wurde Trendelenburg gewählt, der damals noch Erster Assistent bei von Langenbeck war (8).

Das Lebenswerk Richard von Volkmanns wäre unvollständig, wollte man seine berühmten Träumereien an französischen Kaminen nicht zitieren. Er gab die Sammlung von Märchen, Gedichten und Briefen an die Familie unter dem Pseudonym Richard Leander heraus, und sie erreichte 18 Auflagen (36).

Richard von Volkmann lebte in der Zeit, in der sich nach Erfindung der Narkose und der Antisepsis die Entdeckungen in der Chirurgie überschlugen. Er selbst trug zu dieser stürmischen Entwicklung einen großen Anteil bei.

Literaturverzeichnis

1. Genzmer A ,Volkmann R (1877) Ueber septisches und aseptisches Wundfieber. Sammlung Klinischer Vorträge. Bd II, Nr 121. S 1013-1026

2. Killian H (1980) Meister der Chirurgie. Thieme, Stuttgart, S 283-289

3. Krause F (1889) Zur Erinnerung an Richard von Volkmann . Berliner Klin Wochenschr 26:1098-100, 1119-1123

4. Krönlein U (1876) Offene und antiseptische Wundbehandlung. Eine vergleichende Zusammenstellung der mit diesen Methoden der Wundbehandlung an den Universitätskliniken Zürich, Leipzig und Halle erzielten Resultaten. Langenbecks Arch Klin Chir 19:1-58

5. Krukenberg H (1930) Richard von Volkmann und die orthopädische Chirurgie. Langenbecks Arch Klin Chir 159:157-166

6. Lossen H (1882) Allgemeines über Resectionen. In Pitha F von und Billroth Th: Handbuch der allgemeinen und speciellen Chirurgie. Bd II, 2.Abth. Stuttgart, Enke, S 1-328

7. Schede M (1882) Allgemeines über Amputationen, Exarticulationen und künstliche Glieder. In Pitha F von und Billroth Th: Handbuch der allgemeinen und speciellen Chirurgie. Bd II, 2.Abth. Stuttgart, Enke, S 1-417

8. Schober KL (1980) Das chirurgische Erbe. Richard von Volkmann zum 150. Geburtstag am 17.8.1980. Centralbl Chir 105:1635-1643

9. Senftleben H (1862) Beobachtungen und Bemerkungen über die Indikationen, den Heilungsprocess und die Nachbehandlung der Resectionen grösserer Gelenke. Langenbecks Arch Klin Chir 3:79-124

10. Serfling HJ, Brückner R, Flemming F (1966) Eine historische Studie zum Begriff des Volkmannschen Dreiecks. Zbl Chir 91:1457-1466

11. Sprengel O (1882) Mittheilungen über die in den Jahren 1874 bis 1878 auf der Volkmann´schen Klinik operativ behandelten 131 Fälle von Brust-Carcinom. Langenbecks Arch Klin Chir 27:805-892

12. Tillmanns H (1875) Ein Wort zur Lister´schen Wundbehandlungsmethode. Centralbl Chir 2:433-7, 451-457

13. Tillmanns H (1899) Verletzungen und Krankheiten des Hüftgelenks und des Oberschenkels. In: Lehrbuch der Speciellen Chirurgie. II Theil. 6. Aufl. Veit und Comp, Leipzig 1899. S 612-682

14. Volkmann R (1862) Ein Winkelmaass für das Hüftgelenk (Coxankylometer). Langenbeck´s Arch Klin Chir 3:572

15. Volkmann R (1862) Ueber massenhafte Neubildung von Havers´schen Canälchen im harten Knochengewebe in einem Falle sogenannter entzündlicher Osteoporose. Dtsch Klinik 14:426

16. Volkmann R (1863) Zur Histologie der Caries und Ostitis. Langenbecks Arch Klin Chir 4:437-474

17. Volkmann R (1868) Ueber die Behandlung von Gelenkentzündungen mit Gewichten. Berliner Klin Wochenschr 5:57-61, 69-72, 81-85

18. Volkmann R (1873) Zur vergleichenden Mortalitäts-Statistik analoger Kriegs- und Friedensverletzungen. Langenbecks Arch Klin Chir 15:1-13

19. Volkmann R (1874) Ueber die Osteotomia subtrochanterica. Centralbl. Chir 1:1-3

20. Volkmann R (1875) Bericht über die Thätigkeit der chirurgischen Universitätsklinik zu Halle im Jahre 1873. Beiträge zur Chirurgie. Breitkopf und Härtel, Leipzig

21. Volkmann R (1875) Bericht über die Thätigkeit der chirurgischen Universitätsklinik zu Halle im Jahre 1873. Ueber einige seltene Arten von Muskelkontracturen. Beiträge zur Chirurgie. Breitkopf und Härtel, Leipzig, S 218-223

22. Volkmann R (1875) Ueber den antiseptischen Occlusivverband und seinen Einfluss auf den Heilungsprocess der Wunden. Beiträge zur Chirurgie. Breitkopf und Härtel, Leipzig, S 3-38

23. Volkmann R (1876) Herr Dr. R. U. Krönlein und seine Statistik. Breitkopf und Härtel, Leipzig

24. Volkmann R (1878) Die Behandlung der complizierten Fracturen. Sammlung Klinischer Vorträge. Bd II, Nr 117,118, S 923-976

25. Volkmann R (1878) Ueber den Mastdarmkrebs und die Exstirpatio recti. Sammlung Klinischer Vorträge. Bd II, Nr 131, S 1113

26. Volkmann R (1880) Osteotomia subtrochanterica und Meißelresektion des Hüftgelenks. Centralbl. Chir 7:65-67

27. Volkmann R (1980) Die perforirende Tuberkulose der Knochen des Schädeldaches. Centralbl Chir 1:3-7

28. Volkmann R (1881) Die moderne Chirurgie. Sammlung Klinischer Vorträge. Bd II, Nr 221. S 1877-1892

29. Volkmann, R (1881) Die ischaemischen Muskellähmungen und –Kontrakturen. Centralbl Chir 8:801-803

30. Volkmann, R (1882) Krankheiten der Bewegungsorgane. In Pitha F von und Billroth Th: Handbuch der allgemeinen und speciellen Chirurgie. Bd II, 2.Abth. Stuttgart, Enke, S 234-920

31. Volkmann R (1882) Das tiefe branchiogene Halskarcinom. Centralbl Chir 9:49-51

32. Volkmann R (1885) Chirurgische Erfahrungen über die Tuberkulose. Leipzig, Breitkopf und Härtel

33. Volkmann R (1885) Die Arthrektomie am Knie. Centralbl Chir 12:137-141

34. Volkmann R (1885) Osteotomie und Resektion am Oberschenkel bei Hüftgelenksankylosen, mit besonderer Berücksichtigung der Fälle von doppelseitiger Ankylose. Centralbl Chir 12:249-256

35. Volkmann R (1888) In Hirsch A Biographisches Lexikon der hervorragenden Aerzte aller Zeiten und Völker. Bd 6. Urban und Schwarzenberg, Wien Leipzig, S 149

36. Volkmann R von (1899) Richard Leanders Sämtliche Werke. Breitkopf und Härtel, Leipzig
 


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